Ben Ernst – Ein “Triple-Rennwochenende”

Für das letzte Heimrennen der “Wölfe” stand ich am 09.10.2020 erneut in Wittstock am Startband. Zusammen mit dem Wittstocker Team galt es in der 2. polnischen Speedway Liga gegen die Gäste aus Posen einen Heimsieg zu erkämpfen. Auch wenn ich diesmal nicht ganz an meine Punktzahl vom letzten Rennen in Rzeszow anknüpfen konnte, bin ich durchaus zufrieden 5+1 Punkte, zu unserem 51 : 39 Heimsieg beigetragen zu haben.

So langsam zeigen sich, in diesem durchaus harten Wettbewerb, erste Erfolge. Generell kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein und freue mich, dass uns als Team der Sieg vor heimischen Publikum gelungen ist. Nach der Veranstaltung in Wittstock machten wir uns auf den Weg nach Polen, wo es am 10.10.2020 in Lodz für mich im “Match der Nationen” weiterging.

 

An den Start gingen Fahrer aus Australien, Osteuropa, Skandinavien und Polen. Unter ihnen Fahrer wie Hans Andersen, Antonio Lindbaeck, Rohan Tungate,  Brady Kurtz, Andrzej Lebedev oder Roman Lachbaum.

Ich startete neben Rohan Tungate, Brady Kurtz und Sam Masters im australischen Team.  Mein erster und durchaus vielversprechender Lauf, sollte auch gleichzeitig mein Letzter sein.  Ich konnte mich zwar nach dem Start gegen Antonio Lindbaeck durchsetzen, dennoch gab es, nach einem guten Kampf um die führende Position, in der ersten Kurve einen Crash, bei dem drei Fahrer inkl. meine Person.

 

Nachdem es in Lodz allerdings zu starken Regenfällen kam, wurde das Rennen abgebrochen und nach 4 Läufen bereits gewertet. Somit belegte das australische Team mit 11 Punkten den 1. Platz, gefolgt vom Team aus Polen mit 9 Punkten und den Skandinaviern mit 7 Punkten. Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Es wäre mit Sicherheit eine gute Gelegenheit gewesen, weitere wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Für uns hieß es wieder zurück nach Deutschland, denn das dritte Rennen an diesem Wochenende sollte am 11.10.2020 in Wolfslake stattfinden. Im Kampf um den Oberkrämerpokal wollte ich mein Können nochmal unter Beweis stellen.
Der Plan ging leider nicht auf, da sich der Crash vom Vortag in Lodz im  “Match der Nationen” doch als Problem erwies. Über Nacht machten sich bereits die ersten Beschwerden bemerkbar, welche mich aber noch nicht vom Rennantritt abhielten. Allerdings zeigte sich dann im ersten Lauf sehr schnell, dass es mir nicht möglich war, mein Motorrad zu halten, da die Schmerzen zu groß waren.

Um mich und vorallem andere Fahrer bzw. den weiteren Rennverlauf nicht zu gefährden, entschied ich mich für eine Abmeldung und trat den Weg ins nächstgelegene Krankenhaus an, um mich durchchecken zu lassen. Ich hätte gerne weiter gemacht, aber die Gesundheit und die Sicherheit gehen nun mal vor. Ich danke meinem Team, dass wie immer Zeit und viele Kilometer investierte, um uns von A nach B zu bringen und auch in der Box wieder tolle Arbeit leistete.

Bis bald Euer Ben

Ben Ernst Speedway

Quelle: FB- Ben Ernst Speedway

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Author: Bahnsport-Info

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