Quo Vadis – Speedway in Deutschland?

Wieder einmal ist es kurz vor Weihnachten und der Speedwayfan hat eigentlich nur einen Wunsch: Endlich wieder mehr Rennen auf bundesdeutschen Rennbahnen live erleben. Doch wie wird es im kommenden Jahr weitergehen?

 

Die Hoffnung ist groß, dass es den Speedway Team Cup (STC) auch in 2022 wieder gibt. Glaubt man den unbestätigten Gerüchten, so haben erneut sieben Teams die Bereitschaft signalisiert, dass sie sich wieder an der Rennserie beteiligen werden. Dabei soll es sich mit dem MSC Olching, den Black Forest Eagles Berghaupten, White Tigers Diedenbergen, Cloppenburg Fighters, Güstrow Torros, Brokstedt Wikinger und den Nordsternen aus Stralsund um die gleichen Mannschaften wie im Jahr 2021 handeln. Dazu könnte noch der eine oder andere Verein kommen, der sich derzeit noch in der Findungsphase befindet. Sollte dies zutreffen, dann dürfte dem STC 2022, seit Jahren eine Erfolgsgeschichte, nichts im Wege stehen.

 

Dazu wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach die Speedway Liga Nord gesellen, an der sich voraussichtlich acht Mannschaften beteiligen werden. Das wäre eine Verdoppelung der Teilnehmer gegenüber 2021. Das waren in in diesem Jahr die Teams vom MSC Dohren, MSC Nordhastedt, MC Bergring Teterow und MSC Moorwinkelsdamm. Hinzu kommt für den Bereich der NBM und deren Wertungsläufe, sowie der ADAC- Weser Ems Bahnsport Nachwuchs Cup und die Serie Talents Team Trophy (TTT) der 125c ccm Fahrer/innen.  Auch im Süden der Republik wird seit Jahren dem Nachwuchs die Chance gegeben, zu fahren. So findet aller Voraussicht nach erneut der ADAC Bayern Cup statt. Mit welchen Teams gestartet wird ist noch nicht final festgelegt. Es ist damit zu rechnen, dass die vier Mannschaften aus Olching, Landshut, Abensberg und BBM München wieder mit dabei sind.

 

Das größte Sorgenkind in Speedway-Deutschland ist und bleibt nach wie vor die Bundesliga. Um international den leistungsmäßigen Abstand zu den anderen Speedway-Nationen nicht noch größer werden zu lassen, wäre eine Liga unbedingt erforderlich. Zugegeben: Im Jahr 2021 machte die Corona-Pandemie einen dicken Strich durch die Rechnung. Dennoch wäre es möglich gewesen eine Serie durchzuführen – die Teams des STC schafften dies ja auch (wo ein Wille ist auch ein Weg). Die Frage, die sich dabei stellt: Welche Planungen hat der Deutsche Motorsportbund (DMSB) für das Jahr 2022 “im Petto” und macht eine Bundesliga überhaupt noch Sinn? Die stärksten deutschen Fahrer sind jetzt schon bei ausländischen Vereinen unter Vertrag und ohne diese Akteure würde die Bundesliga zur Farce werden.

 

Für den Speedwaysport in Deutschland gibt es noch viel zu tun. Es wird höchste Zeit, dass der Fachausschuss des DMSB den Vereinen eine Zukunftsperspektive aufzeigt. Allerdings ohne bei den etablierten internationalen Ligen abzukupfern – denn diese Systeme sind derzeit in Deutschland nicht durchführbar. Man sollte sich dabei rein auf die nationalen Möglichkeiten beschränken – dann geht es auch wieder aufwärts.

 

Beitrag von: Wolfgang Geiler

2 Antworten

  1. Bahnsport-Info sagt:

    [Hinweis von Jan Seidler – GERMAN SPEEDWAY MASTERS]
    Toller Artikel und auf den Punkt gebracht, aber leider die German Speedway Masters vergessen.

    • Bahnsport-Info sagt:

      Natürlich möchte Ich, möchten wir die GERMAN SPEEDWAY MASTERS und den guten Start aus Dohren 2021 nicht vergessen machen, und schon überhaupt nicht eure Bemühungen in die Zukunft.

      Ich/Wir freue(n) mich/uns auf eine positive Zukunft der GERMAN SPEEDWAY MASTERS und über weitere gute Informationen zu eurem Vorhaben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

X